Oktoberfest in Argentinien?

Eintrag von Montag dem 7. Oktober (ich hab es einfach nicht geschafft ihn abzutippen)

Ich sitze grade tatsächlich in der Schule und schreibe diesen Eintrag in mein Reisetagebuch. Ich habe beim Arbeiten leider echt nicht sehr viel zu tun und die Kinder machen gerade eine Gruppenarbeit. Außer zu sagen, dass sie aufpassen sollen oder leiser sein sollen kann ich leider nicht viel mehr machen. In Mathe oder Englisch kann ich auch ihr Geschriebenes verbessern oder den Kindern helfen, allerdings geht es, in den Fächern in welchen sie viel schreiben oder es generell um Sprache und Formulierungen geht, nicht. Würde mich echt gerne mehr einbringen, aber ich hätte auch keine Idee wie… An den Tagen, an welchen ich mit der Musiklehrerin arbeite ist es ein Glück anders und ich kann mehr machen.

Jetzt zu den letzten Tagen: Am Freitag (5.10.) habe ich nicht sehr viel gemacht, ich habe eigentlich nur gelesen und Armbänder geknüpft, da ich den Schülern der 5. Jahrgangsstufe zum Abschied (im Dezember) jedem ein Armband schenken möchte, für über 50 Schüler ein Armband zu machen dauert ein wenig.

Samstags war ich mit meiner Gastfamilie in Unquillo bei einem der Söhne meiner Gastmutter, der nicht mehr zu Hause wohnt. Dort baut der Sohn gerade mit Freunden und Familie ein Haus für seine Familie. Es waren ca. 30 Männer da, alles Freunde, die sich fast jeden Samstag seit 1,5 Jahren treffen um dieses Haus zu bauen. Es ist glaube ich ein schönes Gefühl an so etwas Großem beteiligt zu sein und später mal in einem Haus zu leben, das man wirklich mit seinen eigenen Händen gebaut hat. Die Frauen waren in der Küche und haben Empanadas gemacht, da sieht man noch stark die Rollenverteilung. Es gab dann sich Asado und nur die Frauen haben an einem gedeckten Tisch mit Tischdecke, Tellern und Besteck gegessen, bei den Männern am Tisch war das alles ein wenig unzivilisierter :D. War echt mal interessant an so einen normalen Wochenendtag meiner Gastfamilie teilzunehmen. Am Abend waren wir dann, da an diesem Tag der Geburtstag meiner Gastschwester (Martu) war, mit ihren Freunden in einer Bar. Allerdings war es für mich ein wenig schwierig mich in die Gespräche zu integrieren, weil im Hintergrund Musik lief und ich am Ende des Tisches saß. Obwohl mein spanisch jetzt schon bedeutend besser ist, ist es trotzdem super anstrengend Gespräche zu verfolgen, wenn nicht direkt mit einem gesprochen wird.

Gestern, also am Sonntag (6.10.) war ich dann mit Freunden auf dem Oktoberfest in Villa General Belgrano, echt witzig, dass es hier sowas gibt. Die Stadt erinnert generell schon sehr an Deutschland, bzw. hauptsächlich an Bayern. Es gibt viele Läden mit deutschen Namen und die Bauweise wurde kopiert. Aktuell ist dort wie bereits gesagt das Oktoberfest, bei dem sogar deutsche Volksmusik lief. War echt interessant, wie viele Menschen zusammenkommen um dieses deutsche Fest zu feiern. Es gab auch beim Essen deutsche Teller und häufig (natürlich) Wurst, allerdings waren die Mahlzeiten gar nicht so deutsch wie erwartet, es gab zum Beispiel auch keine Bratwurst, sondern komische andere Würste, die ich noch nie gesehen habe, und die als „deutsche Würste“ bezeichnet wurden. Es gab allerdings Apfelstrudel und Schwarzwälderkirschtorte. War wie gesagt interessant, aber da es Sonntag war und wir nicht sehr lange geblieben sind war die Stimmung jetzt nicht so gut, aber ich könnte mir vorstellen, dass es an anderen Tagen und später am Abend besser war.

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